Kirche & Diakonie, Fotos: Lehmann, Wodicka

Diakoniefahnen bei der Woche der Diakonie

Kirchenkreis Lüneburg

Martin-Luther Kirche

Kalenderblatt vom 24. November 2017

Heute
Freitag

Losung

Der HERR wird den Armen nicht für immer vergessen; die Hoffnung der Elenden wird nicht verloren sein ewiglich.

Psalm 9,19

Lehrtext

Wir werden beim Herrn sein allezeit. So tröstet euch mit diesen Worten untereinander.

1.Thessalonicher 4,17-18

Aktuelle Woche

  • Kirchliche Woche
    Sonntag, 19.11.2017 bis Samstag, 25.11.2017
  • Wochenspruch

     Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi. (2. Kor 5, 10a)

  • Feiertag
    Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres/Volkstrauertag
  • Erklärung

    Der vorletzte Sonntag im Kirchenjahr befasst sich mit dem Weltgericht, wie es vielfach im Neuen Testament angekündigt. Viele Menschen unterliegen der Gefahr, das Kommen des Weltgerichtes in den Zeichen dieser Zeit zu sehen: in Verwüstungen, Naturkatastrophen, Kriegen usw. Dabei machen sie sich zu Beobachtern, obgleich sie doch selbst Betroffene sein müssten. Unser Glaube lehrt uns, dass Gott barmherzig und gnädig ist und dem vergibt, der sich ihm in Vertrauen zuwendet. 

  • Thema
    Weltgericht

Lk 16, 1-8 (9)

1 Er sprach aber auch zu den Jüngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Verwalter; der wurde bei ihm beschuldigt, er verschleudere ihm seinen Besitz. 2 Und er ließ ihn rufen und sprach zu ihm: Was höre ich da von dir? Gib Rechenschaft über deine Verwaltung; denn du kannst hinfort nicht Verwalter sein. 3 Da sprach der Verwalter bei sich selbst: Was soll ich tun? Mein Herr nimmt mir das Amt; graben kann ich nicht, auch schäme ich mich zu betteln. 4 Ich weiß, was ich tun will, damit sie mich in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich von dem Amt abgesetzt werde. 5 Und er rief zu sich die Schuldner seines Herrn, einen jeden für sich, und sprach zu dem ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? 6 Der sprach: Hundert Fass Öl. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setz dich hin und schreib flugs fünfzig. 7 Danach sprach er zu dem zweiten: Du aber, wie viel bist du schuldig? Der sprach: Hundert Sack Weizen. Er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldschein und schreib achtzig.
8 Und der Herr lobte den ungerechten Verwalter, weil er klug gehandelt hatte. Denn die Kinder dieser Welt sind unter ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichts.
9 Und ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn er zu Ende geht, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten. 

Andacht der Woche

Kain und Abel – Ein Negativbeispiel für Streit!

Die Bibel erzählt wie ein Streit eskalieren kann. Die Geschichte steht ganz am Anfang. Es ist die erste Tat der freien Menschen über die berichtet wird: Kain erschlägt Abel - der Brudermord. Das schlimmste was man sich antun konnte, als erste Tat des freien Menschen. Wie kam es dazu?
Kain „ergrimmt“, da er meint, dass Gott ihn nicht so behandelt, wie seinen Bruder Abel. Kain ist neidisch und gekränkt, eine Urquelle allen Streits. “Und Kain senkte finster seinen Blick.“ Lesen wir in der Bibel. Tunnelblick, nur noch „Schwarz – weiß“ sehen, sind eine weitere Quelle für einen eskalierenden Streit. Gott spricht Kain an, warnt ihn, er solle sich nicht verschließen, sondern seinen Blick öffnen. Er soll seine Rache- und Hassgefühle beherrschen. Aber Kain hört und sieht nichts, sondern schlägt seinen Bruder tot! – Selbst dazu lässt Gott ihm die Freiheit!
Erst hinterher sprechen sie wieder:“ Wo ist dein Bruder?“ – fragt Gott. „ Bin ich meines Bruders Hüter?“ erhält er von Kain zur Antwort.
Gott antwortet darauf nicht, denn Kain kennt die Antwort selber:“ Ja, ich bin der Hüter meines Bruders!“
„Kain senkte finster seinen Blick!“ – Die häufigste Quelle eines eskalierenden Streits: Keine Anerkennung, Neid und dann die Unfähigkeit, dies anzusprechen, sondern hinein gehen in den Tunnelblick und nichts mehr außer Hass fühlen und nach blinder Rache schreien. Keine guten Ratschläge mehr hören, wie sie Gott noch vor der Tat gibt:“ Warum bist du zornig?“ „Denk doch noch mal nach, worum es eigentlich geht? Warum schaust du dich nicht um, sprichst nicht, frisst alles in dich rein? Erheb doch deinen Kopf, spricht über deine Kränkung, deine Wut. Lass dich nicht von deinem Hass, deinen Emotionen übermannen. Du kannst anders handeln. Du bist frei, du bist Herr deines Tuns.“ So könnte Gott es ausgeführt haben.
Die Bibel erzählt von der Wahrheit über uns Menschen: Oft schaffen wir es nicht, diese negativen Gedanken und Gefühle in uns zu besiegen und wir wenden die Gefühle und damit uns gegen andere. Wir wollen nicht selber ein Opfer sein und machen deshalb andere zum Opfer.
Wie könnten wir anders handeln? Darüber lohnt es sich nachzudenken und vielleicht diese alte Menschheitsgeschichte zu bedenken!

Dazu passt der Text eines Theologiestudenten: „Hinter der Mauer….“

Hinter der Mauer…

Wenn ich über das Thema Frieden nachdenke, kommen mir sofort Begegnungen auf meiner Reise nach Israel in den Sinn. Die Israelis erzählten von palästinensischen Anschlägen und Raketenangriffen. Die Palästinenser hingegen klagten über den täglichen israelischen Terror. Der habe mit der Vertreibung aus ihren Häusern und Dörfern begonnen. Sie erzählten von den streng rationierten Wasserlieferungen, von nächtlicher Gewalt bei israelischen Militärpatrouillen und von mangelhafter Versorgung mit Lebensmitteln.

Ich habe mich als Grenzgänger zwischen den Wirklichkeiten zweier Völker erlebt. Beide begegnen sich mit Misstrauen und sehen sich als Opfer des jeweils anderen. Auf beiden Seiten habe ich aber auch eine hoffnungsvolle Gemeinsamkeit entdeckt: „My only wish is to be free, to live without fear some day!“ – „Mein einziger Wunsch ist frei zu sein, irgendwann ohne Angst zu leben.“

Pastor Lutz Krügener
(Text "Hinter der Mauer" Lasse Benjamin Joost) 

Liturgische Farbe

Liturgische Farbe Grün - Bild von Erich Grün

Grün als Farbe der erwachenden und lebenden Natur bestimmt die Sonntage nach Epiphanias bis zur Passionszeit und die Sonntage nach Trinitatis.

Bild: Sammlung Erich Grün                  (c) Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.: Liturgisches Kompendium

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Wochenlied

Es ist gewisslich an der Zeit (EG 149)