Haus der Kirche des Ev.-luth Kirchenkreises Lüneburg
Das renovierte Haus der Kirche des Ev.-luth. Kirchenkreises Lüneburg wird am 11. Juni 2010 mit einem Fest und Open-Air-Gottesdienst wieder eingeweiht. Das Haus dient auf moderne und zeitgemäße Weise immer noch denselben Zielen wie zu seiner Entstehung im Jahr 1913: Mitten in der Stadt bietet es Raum für frühkindliche Bildung, für das gemeinsame Musizieren und für die Beratungs-und Hilfeangebote. Wir wünschen uns, dass viele Menschen im Haus der Kirche Freude und Ermutigung erleben.
Treten Sie ein – Sie sind herzlich willkommen!
Auch für kulturelle Veranstaltungen oder private Feiern läßt sich das Haus nutzen.
Kontakt:
Haus der Kirche des Ev.-luth. Kirchenkreises Lüneburg
An den Reeperbahnen 1
21335 Lüneburg
Tel.: 04131-74 92 - 0
E-Mail: ilsetraud.lorenz@evlka.de
Im Haus der Kirche finden Sie:
Kirchenkreissozialarbeit, Günter Zimmermann, Tel.: 04131-74 92 - 12
Kurenberatung, Ilse Lorenz, Tel.: 04131-74 92 - 11
Migrationsdienst, Christa Reimers/Natalia Bay, Tel.: 04131-74 92 - 16/- 13
Schuldnerberatung, Anke Gottwald, Tel.: 04131-74 92 -14, Tina Stache,
Tel.: 04131-74 92 -15, Brigitte Bestmann, Tel.: 04131-74 92 -18, Ronald Korbel,
Tel.: 04131-74 92 -17
Kleiderkeller, Inge Peterson, Tel.: 04131-74 92 - 21
Ev. Kindertagesstätte St. Johannis, Susanne Koops, Tel.: 04131-414 08
Proben der Kirchenmusik:
St. Michaeliskantorei, Tel.: 04131-223 47 98
St. Johanniskantorei, Tel.: 04131-303 08 52
Posaunenchor des Kirchenkreises Lüneburg,Tel.: 04131-501 93
Weitere Informationen zum Haus der Kirche:
Das Haus der Kirche ist 100 Jahre alt. Superintendentin Schmid über die Neuerungen: „Wir haben während des letzen halben Jahres von Grund auf modernisiert, einen Fahrstuhl eingebaut und die Beratungsräume für die diakonischen Einrichtungen umgestaltet. Dabei war es uns wichtig, den Charakter des Hauses und historische Elemente wie den alten Brunnen im Flur zu erhalten“.
- Artikel zum Umbau des haus der Kirche in der LZ, 10. Mai 2010
- Sonderseite in der LZ, 8. Juni 2010
Superintendentin Christine Schmid im Mai 2010 in der Festschrift zum Haus der Kirche:
Vom Gemeindehaus zum Haus der Kirche 
Vor genau 100 Jahren entschloss sich die damals vereinigte Lüneburger Stadtgemeinde, ein Gemeindehaus zu bauen. Die neu entstandenen kirchlich- sozialen Vereine brauchten dringend ein gemeinsames „Dach über dem Kopf“, um ihre Aufgaben erfüllen zu können. Auch eine Volkslesehalle fehlte in Lüneburg. So errichtete man mit viel Idealismus und sozialer Verantwortung gemeinsam mit der Stadt Lüneburg einen zentralen kirchlichen Ort der Begegnung: das „Gemeindehaus an den Reeperbahnen“. Das bis heute erhaltende Doppelportal erinnert an die zweifache Nutzungsidee: in der linken Haushälfte fand die Lesehalle ihren Ort - in der rechten Hälfte entstanden Räume für Gruppen und der große Versammlungssaal. Leicht fiel so ein großes bauliches Engagement schon damals nicht. Darum ist es um so erfreulicher, dass das Haus ein intensiv genutzter Knotenpunkt kirchlicher und diakonischer Arbeit geworden ist.
Viele Lüneburger kennen das Haus aus eigener Erfahrung: eine ältere Dame erzählte mir, wie sie als Kind nach dem 2. Weltkrieg an einer Flüchtlingsweihnachtsfeier im Saal teilnahm. Ein Herr erinnert sich gerne daran dass seine Kinder und Enkelkinder dort in die Kita gingen. Kirchliche Mitarbeiter, Pastoren und Kirchenvorstände hatten etliche Jahre ihren Anlaufpunkt im Kirchenkreisamt - und viel Menschen haben bei den Beratungsstellen der Diakonie Rat und Hilfe bekommen.
Im Jahr 2008 setzte sich der Kirchenkreis Lüneburg als Nachfolger des Gesamtverbandes die Aufgabe, das Gemeindehaus für die nächsten Generationen zu erhalten. Kita, Chöre und Diakonie - diese Nutzungskonzeption überzeugte, auch in finanziell schwierigen Zeiten in die Zukunft dieses Hauses zu investieren. Nun ging es an eine gründliche Modernisierung. Die Räume sollten barrierefrei erreichbar sein und die Nutzer freundlich begrüßen. Energetisch und technisch sollte es auf den neuesten Stand gebracht werden. Die Akustik im Saal mußte verbessert werden. Das authentische Gesicht des Hauses wollten wir bewahren bzw. wiedergewinnen.
Nur aufgrund des Engagements der Bauleute sowie aller Kirchengemeinden und Einrichtungen im Kirchenkreis wurde diese große Sanierung möglich.
Mein Dank gilt besonders Kindern und Mitarbeitenden der Kita St. Johannis, die während der langen Umbauphase mit dem Baustellenlärm und -staub geduldig und kreativ umgegangen sind.
Nun öffnet sich zum zweiten Mal das Doppelportal. Und das Haus hat einen neuen Namen bekommen: Haus der Kirche des Ev. Kirchenkreises. Oben an der Fassade ist das Kreuz gut sichtbar. Es weist auf die Hoffnung, mit der wir das Haus wieder eröffnen. Das Haus der Kirche bleibt den Zielen gewidmet, die bei der Grundsteinlegung 1913 genannt wurden: Dem Segen der Gemeinden, der Freude für Kinder und Jugendliche, der Ehre Gottes und der Stadt Lüneburg zur Zierde.
Zur Entstehungsgeschichte des Gemeindehauses hat Dr. Dieter Rüdebusch eine Schrift verfasst und darin einen interessanten Abschnitt der Lüneburger Kirchen- und Sozialgeschichte ins Licht gerückt. Das Buch ist für 5,80 Euro erhältlich in der Buchhandlung am Markt. Vorstellung in der LZ 9. Juni 2010

