Dienstag, 29. Juli 2014
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St. Johannis

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Profil

Die St. Johanniskirche ist eine fünfschiffige Hallenkirche in aus dem 14. Jahrhundert und gehört zu den schönsten Zeugnissen norddeutscher Backsteingotik. Die Kirche diente als Vorbild vieler Hallenkirchen in Norddeutschland.
Der mächtige Backsteinbau birgt eine Reihe wertvoller Kunstgegenstände und enthielt einst 39 Altäre. Berühmt sind vor allem der Hochaltar mit Gemälden Hinrik Funhoffs, die prächtige Barockorgel und die 450 Jahre alte  Renaissanceorgel. Der junge Johann Sebastian Bach lernte hier in St. Johannis das Orgelspielen und Komponieren bei seinem Onkel Georg Böhm, der von 1698 bis 1733 als Kantor und Komponist an der Kirche arbeitete.
 

Länge:

52,50 Meter (Kirchenschiff)
65 Meter (inkl. Turm)

Breite:

44,0 Meter

Höhe:

Hauptschiff: 18-22 Meter (ansteigend zum Turm)
Seitenschiffe: 15-16 Meter
Turmhöhe: 108,71 Meter (mit Bekrönung)

Der schiefe Helm weicht in der Spitze um 1,30 Meter nach Süden und 2,20 Meter nach Westen vom Lot ab.

Der eindrucksvolle, in mancher Hinsicht für das 14. Jahrhundert sehr moderne Bau der St. Johanniskirche wurde schon sehr bald seinerseits Vorbild und Anreger zahlreicher Hallenkirchen im norddeutschen Raum (z.B. St. Nicolai in Flensburg oder Stendal).
Zur wertvollen Ausstattung der Kirche gehören ein Schnitzaltar aus dem 15. Jahrhundert, eine Orgel von 1553 sowie ein gotischer Marienleuchter (spätes 15. Jahrhundert).

St. Johannis ist die älteste Kirche Lüneburgs. Der erste Bauabschnitt entstand zwischen 1289 und 1308. Bereits 1319 wurde ein erster Turm erwähnt; nach einem Brand wurde 1406-08 der neue, bis heute erhaltene Turm errichtet. Dieser wirkt von allen Seiten aus schief. Eine Erklärung besagt, dies sei eine Maßnahme gegen die Weststürme. Viel hübscher ist jedoch die Legende, wonach der Baumeister einen Fehler machte, sich aus dem Turmfenster stürzte, als er dies bemerkte - und in einen auf der Straße vorbeifahrenden Heuwagen fiel und überlebte.

Glocken:
Fünf Glocken sowie zwei Uhrschlagglocken aus dem 16. Jahrhundert machen das historisch äußerst wertvolle Geläut von St. Johannis in Lüneburg aus. Die älteste Glocke im Turm ("Apostelglocke", 1436, Gießer: Ghert Klinghe, Bremen) wie auch die "Probeglocke" (1607, Gießer: Paul Vos) werden zur Zeit nicht geschlagen. Historisch bedeutend sind auch ihre drei Schwestern: die 2,7 Tonnen schwere "Sonntagsglocke" von 1718 (Schlagton cis'), die "Große Schelle" von 1436 (d'', vermutlich G.Klinghe) und die "Kleine Schelle" von 1519 (e'', Hinrich van Kampen, Lübeck). Vor dem Ersten Weltkrieg hatte St. Johannis sogar ein Achtergeläut, doch drei Glocken wurden 1917 eingeschmolzen.

Die  St. Johannisgemeinde ist eine typische Innenstadtgemeinde.
Neben der Kirchenmusik steht im Zentrum der Gemeindearbeit das Ziel, die großartige Kirche mit geistlichem Leben zu füllen und sie für Besucher aus Stadt und Land offen zu halten.

Öffnungszeiten des Kirchenbüros 
Di - Fr: 10:30 - 12:00 Uhr
Montag geschlossen

Telefon: 0 41 31/4 45 42 / Pfarrsekretariat Frau Schmerder
Fax: 0 41 31/40 48 21
E-Mail: st.johannis@kirche-lueneburg.de

 

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